Hörendes Gebet - Beschreibung Hörendes Gebet

a) Das Empfangen von Eindrücken

Geistliches Hören bedeutet „Empfangen", also eine innere Grundhaltung, die man einüben kann. Dabei geht es unter anderem darum, den eigenen Verstand, die Gefühle und das eigene Wollen zur Ruhe zu bringen und mit dem eigenen Geist auf Gottes Geist zu hören. Geistliche Eindrücke können in unterschiedlichster Weise empfangen werden: durch Gedanken, Empfindungen, Bilder, ein inneres Wort oder durch körperliche Empfindungen. Dies sollte mit einer Selbstprüfung einher gehen, in der sich der Hörende fragt, welches die Quelle für die Eindrücke ist (z.B.um Projektion auszuschließen).

b) Die Auslegung von Eindrücken

Die Auslegung der empfangenen Eindrücke muss ebenso geistgewirkt sein wie das Empfangen. Sie muss also auf der Ebene des Geistes stattfinden. Dabei vermeiden wir Schlussfolgern oder Analysieren mit Hilfe unseres eigenen Verstandes. Manchmal empfängt der Beter selber die Auslegung, manchmal bekommt sie ein anderer in der Gruppe, manchmal weiß auch nur der Empfänger des Eindrucks um die Bedeutung. Eventuell bekommt er die Auslegung auch erst später, im betenden Nachdenken, oder der Verlauf späterer Ereignisse macht die Bedeutung eines Eindrucks klar. Es kommt auch vor, dass der Beter das Bild/den Eindruck selbst nicht versteht.Der Heilige Geist nimmt dieses Bild/den Eindruck und erklärt ihn dem Empfänger. Dann bekommt das Bild eine neue, vom Beter bisher nicht gesehene Bedeutung.

Entscheidend ist, dass der Empfänger die letzte Instanz der Auslegung ist (als Christ hat er selbst den Geist Gottes). Meist kann er am besten beurteilen, wie zutreffend der Eindruck ist, denn schließlich betrifft es sein Leben. Er muss alles – Eindrücke, Auslegung und Anwendungsmöglichkeiten – prüfen und geistlich, nicht seelisch, urteilen. Eventuell können mehrere Auslegungen möglich sein. Dann muss der Empfänger beurteilen, welche ihm am einleuchtendsten erscheint.

c) Die Anwendung von Eindrücken

Hier geht es um die Frage der Umsetzung, des rechten Zeitpunkts und der richtigen Mittel: Wie? Wann? Was? Wer? Die Frage nach der rechten Anwendung ist immer vom Empfänger der Eindrücke zu beantworten, nie von den Betern. Auch die Anwendung muss von Gott erbeten und empfangen werden. Der häufigste Fehler beim Umgang mit prophetischen Eindrücken ist der, dass zwar der Eindruck geistlich ist, die Anwendung (manchmal auch schon die Auslegung) menschlich-seelisch geschieht.

Die Klärung, wie das Gehörte umzusetzen ist, kann in verschiedener Weise erfolgen:

  1. Im Gebet vor Gott bewegen
  2. Im betenden Gespräch mit Geschwistern erörtern
  3. Mit einem geistlichen Leiter bzw. Seelsorger besprichen.
Das Aufteilen der Eindrücke in verschiedene Kategorien:

Es ist hilfreich, die empfangenen Eindrücke nach verschiedenen Kategorien zu sortieren. Jede dieser Kategorien erfordert einen anderen Umgang.

  1. Wegweisung: Wegweisende Eindrücke sollten nur als Bestätigung eines bereits vorhandenen Redens Gottes akzeptiert werden. Wenn ein neuer Impuls kommt, sollte man nur nach weiterer Bestätigung danach handeln.
  2. Zuspruch: Ermutigung sollte man im Dank vor Gott bewegen und die Verheißungen immer wieder proklamieren. Werden zukunftsweisende Aussagen gemacht, dann sollte man sich hüten, sie schnell und /oder mit eigener Kraft herbeiführen zu wollen.
  3. Anspruch/Ermahnung/Kritik: Solche Eindrücke sind gründlich darauf zu prüfen, inwieweit sie von Gott sind. Dabei kann es sich empfehlen, einen seelsorgerliche Begleitung zur Hilfe zu nehmen. Eindrücke, die in liebloser, kritischer Weise weitergegeben werden, sollte man zunächst einmal von sich weisen. Es empfiehlt sich aber, später nach einem möglicherweise enthaltenen, wahren Kern zu fragen.

Wichtig ist, dass man sich nicht unter Druck setzen lässt, sondern prüft, was konkret gemeint ist und wie man am besten darauf reagieren kann. Gott will in jedem Fall helfen, nicht verdammen.

Wichtig für uns als GGE-Westfalen

1. Die Anonymität: Kein Gast erzählt von seinen Fragen, mit denen er zu Gott kommt, oder von seinen Problemen. Die Erfahrung zeigt, dass wir umso unvoreingenommener hören können, je weniger wir wissen. Es geht im Hörenden Gebet also nicht um Seelsorge oder Beratung.

2. Der absolute Respekt vor dem Gast: Wir bieten die Eindrücke, die wir in der Stille bekommen haben, dem Gast an. Was er annehmen möchte, entscheidet er selber. Es wird kein Druck ausgeübt und nicht nachgebohrt.

3. Die Ermutigung: In der Situation der Anonymität ist es nicht  angemessen, Kritik oder Ermahnung weiterzugeben. Das findet eher in der Seelsorge seinen Platz. So werden nur die Eindrücke gesagt, die ermutigen und von einem Heil bringenden Eingreifen Gottes zeugen.

4. Die Absichtslosigkeit: Wer kommen möchte, kann sich einen Termin geben lassen. Gemeindezugehörigkeit spielt keine Rolle. Wir wollen mit dem Hörenden Gebet allen dienen, die es brauchen können. Auch ungläubige Freunde sind eingeladen, sofern ihr gläubiger Freund dafür sorgt, dass die Eindrücke hinterher gemeinsam besprochen und erläutert werden.

5. Die Mündigkeit des Gastes: Keiner bekommt Gebet, ohne dass er ein Blatt mit "Hinweisen zum Umgang mit empfangenen Eindrücken" bekommt. Darin wird der Gast auf seine Verantwortung zum Prüfen hingewiesen und bekommt Tipps, wie er mit dem “Hörenden Gebet“ umgehen kann.

Termine und Kontakt:

Kontakt

Wenn Sie interesse an einem Termin für "Hörendes Gebet" haben, dann wenden Sie sich bitte telefonisch an Karl-Heinz Könnecke, Kurkölnerstr. 8, 58809 Neuenrade, Tel: 02394-800290  oder per mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Am Tag des „Hörenden Gebets“ treffen Sie sich mit einem Gebetsteam, das aus ca.4-5 Mitarbeitenden der GGE-Westfalen besteht. Dieses Team weiß nichts von Ihnen, außer Ihrem Namen. Das Team wird zuerst einige Minuten in der Stille auf Gott hören und Ihnen dann mitteilen, was sie gehört haben. Sie bekommt alle Eindrücke auch aufgeschrieben. Dabei machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Gott  tatsächlich auf diese Weise in unsere Gedanken und Herzen spricht und dass diese Eindrücke von Bedeutung sind. Danach können Sie, wenn Sie möchen, kurz Rückmeldung geben, welche Eindrücke Sie ansprechen. Zum Abschluss werden Sie, wenn sie wollen, vom Team gesegnet. Insgesamt dauert solch ein Termin 25 – 30 Minuten.

Termine 2012

Samstag, 2.6.2012

Samstag 1.9.2012

Samstag 24.11.2012

jeweils in der Zeit von 15-17h